Kathrin Wawerla
Rechtsanwältin
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24114 Kiel

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Mediation

Mediation ist ein zukunftsorientiertes und betont freiwilliges Verfahren für das Erarbeiten von konstruktiven Lösungen für Konflikte. Als ausgebildete und erfahrene Mediatorin unterstütze ich Sie insbesondere im Bereich Familienrecht professionell in der Erarbeitung eigener rechtsverbindlicher Lösungen.

Mediation ist keine Form der Therapie und versucht auch nicht, die Probleme der Vergangenheit zu klären und zu regeln. Vielmehr soll gemeinsam eine tragfähige, einvernehmliche Lösung für die Zukunft erabeitet werden. Die wesentlichen Grundsätze dabei sind Vertraulichkeit, Freiwilligkeit und Eigenverantwortlichkeit.

Mit den Beteiligten für die Beteiligten

Die wichtigste Grundlage mediativen Handelns ist das Wissen um die unvergleichlich große Lösungskompetenz derjenigen, die miteinander in einen Konflikt geraten sind. Als Beteiligte sind sie die Experten für den jeweiligen Konflikt – und daher auch die Experten für dessen richtige und für alle Seiten gewinnbringende Lösung.

Wenn der Mediator die Konfliktbeteiligten in der richtigen Weise dabei unterstützt, ihre Lösungskompetenz zu entfalten, können sogar langjährige, bereits in hohem Maß eskalierte und emotional stark aufgeladene Konflikte ausgesprochen konstruktiv gelöst werden. Die Bereitschaft aufseiten der Beteiligten, die gefundene Lösung später auch eigenverantwortlich umzusetzen, liegt dabei deutlich höher als bei Entscheidungen, die etwa durch eine Führungskraft oder einen Richter, hierarchisch gesetzt worden sind. Die auf der Grundlage von mediativem Handeln erarbeiteten Lösungen sind daher auch auf lange Sicht sehr stabil und tragfähig – nicht zuletzt deshalb, weil es dabei weder Gewinner noch Verlierer gibt.

So läuft ein Mediationsverfahren ab

Ein Mediationsverfahren umfasst in der Regel fünf bis zehn Sitzungen mit jeweils ein- bis zweistündiger Dauer. Das Ziel der Mediation ist dabei der Abschluss einer rechtsverbindlichen Vereinbarung. Da die Mediation auf Freiwilligkeit basiert, kann sie zu jedem Zeitpunkt von jedem der Beteiligten abgebrochen werden. Die Möglichkeit eines Gerichtsverfahrens bleibt dabei unbenommen, jedoch kann der Rechtsanwalt, der als Mediator fungiert hat, vor Gericht nicht mehr als Rechtsbeistand auftreten.

Mediation im Familienrecht

Im Falle der Trennung eines Paars mit Kindern ist es ausgesprochen wichtig, alles daran zu setzen, den Kindern auch in Zukunft Beziehungen zu beiden Elternteilen zu ermöglichen. Dies kann weitaus besser gelingen, wenn die konkreten Folgen der Trennung auch in einer Zeit zerrüttender Konflikte und langwieriger Streitigkeiten von allen Beteiligten stets fair, unter Wahrung des gegenseitigen Respekts und ohne den Verlust der Selbstachtung abgewogen werden.

Die Geschichte von den zwei Wölfen

Ein Indianerhäuptling erzählt seinem Sohn folgende Geschichte:
“Mein Sohn, in jedem von uns tobt ein Kampf zwischen zwei Wölfen.
Der eine Wolf ist böse. Er kämpft mit Ärger, Neid, Eifersucht, Sorgen, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst.
Der andere Wolf ist gut. Er kämpft mit Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit.”
Der Sohn fragt: “Und welcher der beiden Wölfe gewinnt?”
“Der, den du fütterst!” antwortet der Vater.

Das Wichtigste über Mediation als Weg zur Konfliktlösung

Mediation sollte für die Lösung von schwelenden oder offen zutage getretenen Konflikten eingesetzt werden, die in hohem Maß Ressourcen wie Zeit, Energie und Kosten binden. Dies gilt insbesondere in diesen Fällen:

  • Schwierige Rechtslage mit unsicherem Prozessrisiko
  • Hoher Emotionalität aufgrund persönlicher Beziehungen zwischen den Beteiligten z. B. in familiären Konflikten
  • Zeitdruck
  • Innerbetriebliche Konflikten und Tarifkonflikte
  • Differenzen zwischen Geschäftspartnern oder Unternehmen
  • Internationale Bezüge und verschiedene Rechtsordnungen

Mediation als Weg zur Vorbeugung von Konflikten

Mediation kann ebenso nutzbringend angewandt werden, um Konflikte bereits im Vorfeld ihrer wahrscheinlichen Entstehung zu vermeiden. Dies gilt insbedondere in diesen Fällen:

  • Mediative Begleitung von Teams oder Projekten
  • Begleitung von erfahrungsgemäß konfliktträchtigen Veränderungsprozessen
  • Zur umfassenden Berücksichtigung von Zielen und Interessen von Kooperationspartnern in der Vertragsgestaltung

Kommt Mediation auch für Sie in Frage?

Sofern Sie sich für die Durchführung einer Mediation interessieren, sind wir selbstverständlich gern bereit, Sie und die andere Konfliktpartei (beziehungsweise die anderen Konfliktparteien) dabei zu unterstützen, gemeinsam eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das Honorar für die Mediation wird jeweils individuell vereinbart und orientiert sich üblicherweise am Zeitaufwand. Der Abschlussvertrag wird gemäß Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) nach dem jeweiligen Gegenstandswert abgerechnet.

Sprechen Sie uns an. Gerne informieren wir Sie über das Verfahren!